Anomalie-Erkennung
Alerts ohne feste Prozentschwelle – so richtest du sie ein und liest die Meldungen.
Regel anlegen
- Im Menü auf Insights → Alerts → Neue Regel
- Als Typ „Auffällige Abweichung" wählen
- Property auswählen
- Optional eine E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen eintragen
- Speichern
Ein Schwellwert-Feld gibt es bei diesem Typ nicht – das ist der Punkt. Die Schwelle ergibt sich aus deinen eigenen Daten.
Wie die Erkennung arbeitet
Geprüft werden Klicks, Impressionen und durchschnittliche Position der letzten beiden Tage.
- Jeder Tag wird nur mit denselben Wochentagen der vergangenen zwölf Wochen verglichen.
- Als Erwartungswert dient der Median dieser Tage.
- Als Maß für die normale Schwankung dient die mediane absolute Abweichung.
- Gemeldet wird, was deutlich außerhalb dieser Schwankung liegt.
Der Vergleich gleicher Wochentage fängt den Wochenrhythmus ab – der normale Rückgang am Wochenende löst keinen Alarm aus. Median und MAD sorgen dafür, dass ein früherer Einbruch die Erkennung nicht taub macht.
Meldungen lesen
Eine Meldung nennt immer den Vergleichsmaßstab mit:
Die Klicks lagen am 02.08.2026 (Sonntag) bei 171 statt der für diesen Wochentag üblichen 390 (−56,1 %).
„Üblich" ist dabei der Median der letzten zwölf Sonntage – nicht der Vortag und nicht der Wochendurchschnitt.
Bei der Position gilt: Ein höherer Wert ist schlechter. Das wird in der Meldung korrekt als Verschlechterung ausgewiesen.
Wann bewusst nichts gemeldet wird
- Zu wenig Historie. Unter sechs vergleichbaren Wochentagen gibt es kein Urteil. Neue Properties brauchen also rund sechs Wochen, bevor die Erkennung greift.
- Zu kleine Zahlen. Liegt der übliche Wert unter zehn Klicks, wird nicht gemeldet – dort ist jede Schwankung statistisch auffällig und praktisch bedeutungslos.
- Verbesserungen. Dass es besser läuft als erwartet, ist keine Warnung wert.