Content-Strategie aus Search Console Daten ableiten
Die Google Search Console ist eine Goldgrube für Content-Ideen – wenn du weißt, wo du graben musst. Hier sind die fünf Analysen, die jeder Content-Verantwortliche kennen sollte.
Analyse 1: Quick Wins finden
Quick Wins sind Keywords, bei denen du schon auf Seite 1 oder 2 rankst (Position 5–20), aber noch keine oder wenige Klicks bekommst. Diese Keywords sind niedrig hängende Früchte – mit kleinen Optimierungen kannst du sie auf die ersten Positionen bringen.
So findest du sie
Filtere deine Queries nach Position 5–20 und sortiere nach Impressions absteigend. Keywords mit vielen Impressions aber wenigen Klicks sind deine Kandidaten. Prüfe dann die zugehörige URL: Passt der Title? Beantwortet die Seite die Suchintention? Gibt es ein Featured Snippet, das du targetieren könntest?
Was du dann tust
Title und Meta-Description optimieren, den Content um fehlende Aspekte ergänzen, die interne Verlinkung zu dieser Seite stärken. Oft reichen kleine Änderungen, um von Position 8 auf Position 3 zu kommen – und das bedeutet deutlich mehr Klicks.
Analyse 2: Content-Gaps erkennen
Content-Gaps sind Themen, nach denen deine Nutzer suchen, für die du aber keinen passenden Content hast. Die Search Console zeigt dir das indirekt: Keywords mit hohen Impressions und sehr niedrigen Positionen (30+) deuten darauf hin, dass Google deine Website zwar thematisch relevant findet, aber keine spezifische Seite dafür hat.
Sammle diese Keywords, gruppiere sie nach Themen und erstelle gezielt neue Inhalte dafür. Das ist datengetriebene Content-Planung statt Bauchgefühl.
Analyse 3: Keyword-Kannibalisierung aufdecken
Keyword-Kannibalisierung bedeutet, dass mehrere deiner Seiten für das gleiche Keyword ranken – und sich gegenseitig die Rankings streitig machen. Das Ergebnis: Keine Seite rankt richtig gut.
Um das zu finden, filtere nach einem bestimmten Keyword und schau dir an, welche URLs dafür Impressions bekommen. Wenn mehr als eine URL für dasselbe Keyword rankt, hast du wahrscheinlich Kannibalisierung.
Die Lösung: Entscheide dich für eine Haupt-URL pro Keyword, leite die anderen per Canonical oder 301-Redirect weiter, oder differenziere den Content so, dass jede Seite ein eigenes Keyword-Cluster bedient.
Analyse 4: Saisonale Content-Planung
Mit historischen Daten über 16 Monate hinaus kannst du saisonale Muster erkennen. Wann steigen die Impressions für bestimmte Keywords? Wann fallen sie? Damit kannst du deinen Content-Kalender datenbasiert planen.
Beispiel: Ein Online-Shop für Gartenbedarf sieht in den historischen Daten, dass „Rasen düngen" jedes Jahr ab Mitte März stark ansteigt. Also sollte der optimierte Artikel spätestens Anfang März live sein – nicht erst im April, wenn die Konkurrenz schon rankt.
Mehr dazu in unserem Artikel über saisonale SEO-Trends.
Analyse 5: CTR-Optimierung
Die Click-Through-Rate ist der am meisten unterschätzte Hebel in der SEO. Zwei Seiten auf Position 3 – eine mit 5% CTR, eine mit 12% CTR – das ist mehr als doppelt so viel Traffic bei gleicher Position.
Filtere nach Keywords, bei denen deine CTR unter dem Durchschnitt für die jeweilige Position liegt. Die üblichen Benchmarks: Position 1 ≈ 25–30% CTR, Position 2 ≈ 15–18%, Position 3 ≈ 10–12%. Wenn du auf Position 2 nur 8% CTR hast, gibt es Optimierungspotenzial.
CTR verbessern
- Title: Klarer Nutzen, konkrete Zahlen, Handlungsaufforderung
- Meta-Description: Konkrete Antwort auf die Suchfrage, USP hervorheben
- Structured Data: FAQ, How-To oder Review Schema für Rich Snippets
- URL: Kurz, sprechend, Keyword enthalten
Der Vorteil von Langzeit-Daten
Alle fünf Analysen werden besser, je mehr Daten du hast. Quick Wins lassen sich besser priorisieren, wenn du weißt, wie sich die Position über Monate entwickelt hat. Content-Gaps werden deutlicher, wenn du saisonale Schwankungen herausrechnen kannst. Und Kannibalisierung zeigt sich manchmal erst über längere Zeiträume.
Mit den 16 Monaten aus der Google Search Console kratzt du an der Oberfläche. Mit unbegrenzten Daten aus Search-Console.PRO siehst du das ganze Bild.
14 Tage kostenlos · Unbegrenzte Datenspeicherung