Changelog

Update August 2026: Bing-Daten, Crawl-Vergleich und neue Alerts

Bing neben Google, ein Vergleich zweier Crawls, Alerts die sich an deinen eigenen Zahlen orientieren – und zwei Funktionen, die bisher nur so aussahen, als würden sie Mails verschicken.

Seit dem letzten Changelog im Februar ist einiges passiert – das meiste davon in den vergangenen Tagen. Hier steht, was sich für dich ändert.

Neu: Bing-Daten neben den Google-Daten

Search-Console.PRO holt jetzt auch Daten aus den Bing Webmaster Tools. Du hinterlegst einmal deinen Bing-API-Schlüssel, ordnest deine Properties den Bing-Sites zu, und ab dann laufen die Daten nächtlich mit ein – Suchanfragen, Seiten, eine Übersicht und ein Vergleich gegen Google.

Zwei Dinge vorweg, weil sie das Lesen der Zahlen bestimmen: Bing liefert Wochenwerte statt Tageswerten, und es liefert eine Bestenliste statt des Vollbestands – rund fünfzig Suchanfragen pro Woche. Beides steht im Tool direkt an den Zahlen und nicht im Kleingedruckten. Warum das so ist und wie du damit umgehst, steht im Artikel Was die Bing-Schnittstelle liefert.

Der wichtigste Nebeneffekt: Bing hält seine Daten rund 68 Wochen vor. Wer sie länger braucht, muss sie wegschreiben – genau wie bei Google.

Neu: Crawl-Vergleich

Zwei abgeschlossene Crawls derselben Property nebeneinander: Kennzahlen im Vorher-Nachher, neu aufgetretene und behobene Probleme, und die Liste der URLs, deren Statuscode sich geändert hat. Letzteres ist der Teil, der nach einem Relaunch die meiste Zeit spart. Details auf der Seite zum Crawl-Vergleich.

Neu: Alerts ohne feste Prozentschwelle

„Melde mich bei minus 20 Prozent“ funktioniert bei schwankenden Websites schlecht: Entweder es piept dauernd oder nie. Der neue Alert-Typ vergleicht jeden Tag nur mit denselben Wochentagen der letzten zwölf Wochen und leitet die Schwelle aus deinen eigenen Daten ab. Der normale Wochenendrückgang löst damit keinen Alarm mehr aus. Mehr zur Anomalie-Erkennung.

Behoben: Alert-Mails und geplante Reports kamen nicht an

Zwei Funktionen sahen fertig aus, waren es aber nicht. Alerts wurden erkannt und angezeigt, die zugehörige Mail ging nie raus. Und geplante Reports liefen zwar als Auftrag, kamen aber bei niemandem an.

Beides versendet jetzt tatsächlich: Alerts per Mail mit Ruhezeit, damit dieselbe Meldung nicht stündlich kommt, und geplante Reports als fertiges PDF im Anhang. Täglich, wöchentlich oder monatlich, auf Wunsch an mehrere Empfänger. Wenn du dir irgendwann einen Report eingerichtet und dich gewundert hast, warum nie einer kam: Das war der Grund. Er kommt jetzt.

Neu: REST-API v1

Sieben lesende Endpunkte für Properties, Performance-Daten, Keywords, SCI-Verlauf und Crawls. Berechtigungen lassen sich je Schlüssel einzeln vergeben, es gibt eine OpenAPI-3.1-Beschreibung, und die Fehlercodes sind dokumentiert. Verfügbar ab dem Agency-Plan. Zur API-Referenz.

Geändert: Menü neu sortiert

Aus fünfzehn gleichrangigen Einträgen sind fünf beschriftete Gruppen geworden: Analyse, Indexierung, Site-Audit, Insights und Ausgabe. Nebenbei sind vierzehn Menülinks repariert worden, die auf der Zielseite im falschen Reiter landeten. Wenn du dich schon mal gewundert hast, warum ein Menüpunkt nicht dort ankam, wo er hinsollte – das war kein Versehen deinerseits.

Geändert: Kontraste und Ladezeit

Gedämpfter Text war an mehreren Stellen zu blass für die Barrierefreiheits-Anforderungen; die Farbwerte sind jetzt geprüft. Warn-Buttons haben dunkle statt weißer Schrift bekommen, weil Gelb auf Weiß niemand liest. Außerdem liegen die Seitenstile nicht mehr in jeder HTML-Seite, sondern in getrennten Dateien, die dein Browser einmal lädt und dann behalten darf.

Unter der Haube: Datenbank aufgeräumt

Die größte Tabelle – die mit deinen Performance-Daten – hat eine Inventur bekommen: fehlende Eindeutigkeitsregel ergänzt, zwei überflüssige Indizes durch zwei passende ersetzt. Ergebnis: gut 750 MB weniger Belegung und spürbar schnellere Abfragen, besonders bei Properties mit langer Historie. Für dich ändert sich nichts außer der Ladezeit. Was dabei genau herauskam, steht in Wir haben unsere eigene Datenbank geprüft.

Betrieb: angekündigte Wartung statt Fehlerseite

Es gibt jetzt einen richtigen Wartungsmodus. Wenn größere Umbauten anstehen, siehst du künftig eine Wartungsseite mit Hinweis, statt in eine halb funktionierende Oberfläche zu laufen. Cronjobs und Synchronisation laufen dabei weiter.

Neu: SCI-Benchmarking

Ein SCI von 62 sagt für sich genommen wenig. Interessant wird er im Vergleich: Das Benchmarking stellt deinen Wert einer Gruppe ähnlicher Websites gegenüber – nach Branche und Größenordnung.

Die Vergleichsgruppen sind anonymisiert und werden erst ab einer Mindestgröße gebildet, damit sich keine einzelne Website daraus zurückrechnen lässt. Deine eigenen Zahlen bekommt niemand zu sehen. Wer nicht mitmachen möchte, schaltet die Teilnahme je Property ab – dann fließen die Daten in keine Gruppe ein. Details: SCI-Benchmarking.

Neu: Monitoring als buchbare Erweiterung

Tägliche Positionen für Keywords, die du selbst vorgibst – auch für die, bei denen du noch gar nicht sichtbar bist. Mit Verlauf, mitgeschriebener URL und einem Vergleich über Subdomains hinweg.

Gebucht wird unabhängig vom Plan, ab 35 € im Monat für 10.000 Messungen. Abgerechnet wird nach Messungen statt nach Keywords, damit sowohl tägliche Messung eines kleinen Bestands als auch wöchentliche Messung eines großen funktioniert. Mehr dazu: Monitoring und was Rank-Tracking zusätzlich zeigt.

Was als Nächstes kommt

  • Keyword-Clustering und die Chat-Anbindung für Alerts stehen als Nächstes an.
  • Alles Weitere steht auf der Roadmap.

Häufige Fragen

Muss ich etwas tun, damit die Neuerungen greifen?

Nur bei Bing: Dort brauchst du einmalig einen API-Schlüssel aus deinem Bing-Webmaster-Konto und die Zuordnung deiner Properties. Alles andere ist bereits aktiv.

Kostet Bing extra?

Nein. Die Anbindung ist in allen bezahlten Plänen enthalten. Der Bing-Zugang selbst ist bei Microsoft kostenlos.

Bekomme ich jetzt mehr Alert-Mails?

Möglich – vorher kam keine einzige. Wenn es dir zu viel wird: Der neue Alert-Typ meldet deutlich seltener als eine feste Prozentschwelle, und jede Regel lässt sich einzeln abschalten.