Bing Webmaster Tools

Schlüssel hinterlegen, Properties zuordnen – und wissen, was die Zahlen bedeuten.

Voraussetzungen

  • Ein kostenloses Konto bei den Bing Webmaster Tools
  • Deine Website dort als Site verifiziert – per DNS, per HTML-Datei oder per Import aus der Google Search Console
  • Ein API-Schlüssel aus diesem Konto

Den Schlüssel findest du in den Bing Webmaster Tools unter Einstellungen → API-Zugriff → API-Schlüssel. Ein Konto kann mehrere Sites enthalten; ein Schlüssel reicht für alle.

Schlüssel hinterlegen

  1. Im Menü auf Analyse → Bing → Einrichtung
  2. API-Schlüssel einfügen und speichern

Beim Speichern wird der Schlüssel sofort gegen Bing geprüft. Gelingt der Abruf, siehst du die Anzahl der gefundenen Sites; schlägt er fehl, wird nichts gespeichert. Der Schlüssel liegt verschlüsselt in der Datenbank und wird in der Oberfläche nie wieder im Klartext angezeigt.

Solange kein Schlüssel hinterlegt ist, landest du auf der Bing-Seite automatisch in der Einrichtung. Das ist kein Fehler, sondern der Weg dorthin.

Properties zuordnen

Bing kennt Sites, Search-Console.PRO kennt Properties. Beides muss einmal verbunden werden. Bei übereinstimmender Adresse schlägt das Tool die Zuordnung automatisch vor – du bestätigst sie nur.

Das Eingabefeld ist eine Vorschlagsliste: Tippen filtert mit, auch bei mehreren hundert Sites. Feld leeren hebt die Zuordnung wieder auf; die bereits geholten Daten bleiben erhalten.

Wenn der Zuschnitt nicht passt

Eine per DNS oder per Google-Import verifizierte Bing-Site umfasst die gesamte Domain samt Subdomains. Eine URL-Präfix-Property in der Search Console umfasst nur einen Host. In diesem Fall erscheint bei der Zuordnung ein Hinweis – er verschwindet, sobald der Zuschnitt beider Seiten übereinstimmt.

Der Hinweis ist keine Fehlermeldung. Du kannst so zuordnen. Du musst nur wissen, dass die Bing-Zahlen dann mehr abdecken als die Google-Zahlen. Bei den Seiten lässt sich nach Host filtern, bei den Suchanfragen nicht – dort liefert Bing keinen Host mit.

Wann die Daten kommen

Der Abgleich läuft nächtlich zusammen mit dem übrigen Sync. Nach der ersten Zuordnung holt das Tool alles, was Bing vorhält – das sind rund 68 Wochen, also gut sechzehn Monate.

Anders als beim Google-Sync wird bei Bing nie etwas gelöscht. Bings Schnittstelle kennt keinen Zeitraum-Parameter; ältere Wochen verschwinden einfach aus der Antwort. Würde das Tool seinen Bestand an die Antwort angleichen, würde es genau die Historie wegwerfen, deretwegen du es einsetzt.

Die Ansichten lesen

Übersicht

Klicks und Impressionen der erfassten Suchanfragen im Wochenverlauf, dazu die stärksten Anfragen und Seiten der letzten Wochen.

Suchanfragen

Alle erfassten Anfragen mit Klicks, Impressionen, CTR und Durchschnittsposition. Wichtig: Bing liefert je Woche eine Bestenliste von rund fünfzig Anfragen, nicht den Vollbestand. Summen und CTR beziehen sich deshalb immer nur auf diesen Ausschnitt – und liegen über den Werten der Bing-Oberfläche, weil die klickarme Masse fehlt.

Seiten

Dieselben Kennzahlen je URL, mit Host-Filter für den Fall, dass die Bing-Site mehr Hosts umfasst als deine Property.

Google-Vergleich

Gegenübergestellt wird das Verhältnis der Ränge derselben Suchanfrage in beiden Systemen – nicht die absoluten Zahlen. Damit ist der Vergleich unabhängig davon, dass Google Tausende Anfragen liefert und Bing fünfzig. Die Ausführung dazu: Google gegen Bing vergleichen.

Wochendatum

Jeder Datenpunkt trägt das Datum eines Freitags und steht für die davor liegende Woche. Der 31. Juli meint also den Zeitraum 25. bis 31. Juli.

Grenzen, die bleiben

  • Keine Tageswerte. Die Bing-Oberfläche zeigt sie, die Schnittstelle gibt sie nicht heraus. Eine Tageskurve ist nicht möglich.
  • Kein Vollbestand. Rund fünfzig Anfragen pro Woche. Fehlt eine Anfrage, heißt das nicht zwingend, dass dafür kein Ranking besteht.
  • Keine Klickposition. Das Feld existiert, wird von Bing aber praktisch nicht mehr befüllt. Die Spalte erscheint nur, wenn Werte vorliegen.
  • Keine Länder- oder Geräte-Aufschlüsselung über diese Schnittstelle.
Zur Einordnung: Diese Einschränkungen stehen im Tool direkt an den Zahlen und nicht im Kleingedruckten – sonst rechnet jemand damit weiter. Hintergrund: Was die Bing-Schnittstelle liefert.

Wenn etwas nicht klappt

SymptomUrsache
Schlüssel wird nicht angenommenMeist ein kopierter Zeilenumbruch oder ein Schlüssel aus einem anderen Konto. Neu erzeugen und erneut einfügen.
Keine Sites in der ListeIm Bing-Konto ist keine Site verifiziert. Das passiert zuerst dort, nicht hier.
Zuordnung steht, aber keine DatenDer erste Abgleich läuft in der Nacht. Bei ganz neuen Bing-Sites liegen zudem oft noch keine Wochen vor.
Bing-Zahlen höher als erwartetDie Bing-Site umfasst mehr Hosts als die Property – siehe Zuschnitt.
CTR höher als in der Bing-OberflächeErwartetes Verhalten: Die Bestenliste enthält die klickstarken Anfragen, nicht den langen Schwanz.

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